Internationaler Erfolg: Jendrik-Alexander Tröger im Finale der Melosh Medal Competition
Der Nachwuchswissenschaftler der TU Clausthal überzeugte im internationalen Wettbewerb für die Finite-Elemente-Methode und startet als Postdoctoral Fellow an der ETH Zürich.
Jendrik-Alexander Tröger erreicht Finale der internationalen Melosh Medal Competition
Internationale Anerkennung für die Forschung am Institut für Technische Mechanik: Jendrik-Alexander Tröger schaffte es ins Finale der renommierten Melosh Medal Competition in den USA. Zum 1. November setzt er seine wissenschaftliche Karriere als Postdoctoral Fellow an der ETH Zürich fort.
Ein Platz im Finale eines internationalen Wettbewerbs, der die weltweit besten studentischen Arbeiten auf dem Gebiet der Finite-Elemente-Methode auszeichnet: Diesen besonderen Erfolg erzielte Jendrik-Alexander Tröger, der an der TU Clausthal bei Prof. Stefan Hartmann promoviert hat. Mitte Oktober stellte er sich bei der 37. Melosh Medal Competition an der Duke University in Durham, North Carolina, der internationalen Fachjury.
Die Melosh Medal wird seit 1989 für herausragende studentische Arbeiten zur Finite-Elemente-Methode vergeben, einem zentralen numerischen Verfahren zur Simulation des mechanischen Verhaltens von Materialien und Bauteilen. Aus den eingereichten Abstracts wählten Gutachter die fünf besten Arbeiten aus. Tröger überzeugte mit seinem Beitrag „A Time-Adaptive Monolithic Thermo-Mechanical Immersed Boundary Finite Element Method for Nonlinear Analyses“ und qualifizierte sich damit für das Finale. Dort präsentierte er seine Forschung in einem 20-minütigen Vortrag und stellte sich den anschließenden fachlichen Fragen der Jury. Gemeinsam mit vier weiteren Finalisten aus den USA, Indien und Spanien gehörte er damit zu einem international ausgewählten Kreis junger Forschender.
Auch wenn es am Ende nicht für den Gewinn der Medaille reichte, ist bereits die Finalteilnahme eine herausragende Auszeichnung und ein Beleg für die internationale Sichtbarkeit seiner wissenschaftlichen Arbeit.
Nächster Karriereschritt an der ETH Zürich
Zum 1. November beginnt für Tröger ein neuer Abschnitt seiner wissenschaftlichen Laufbahn: Er wechselt als Postdoctoral Fellow an die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich. Im hochkompetitiven Auswahlverfahren für das zweijährige Fellowship-Programm setzte er sich gegen zahlreiche Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Von 114 eingegangenen Bewerbungen wurden 27 Personen zu Interviews eingeladen, 13 erhielten schließlich eine Förderzusage. Tröger wird künftig in der Gruppe für Computational Mechanics von Prof. Laura De Lorenzis forschen.
Inhaltlich beschäftigt er sich dort mit einer grundlegenden Herausforderung der computergestützten Materialmodellierung: Wie lässt sich das Verhalten eines Materials möglichst präzise aus experimentellen Daten bestimmen? Während klassische Ansätze häufig von einem vorgegebenen Modell ausgehen, das anschließend anhand von Messdaten angepasst wird, verfolgt Tröger einen umgekehrten Ansatz. Das Modell soll direkt aus den Daten hervorgehen. Eine besondere Schwierigkeit besteht darin, dass reale Messdaten stets auch Rauschen und Störungen enthalten. Ziel seiner Forschung ist es, hierfür zuverlässige mathematische und numerische Verfahren zu entwickeln.
Vom Studium in die internationale Forschung
Trögers akademischer Weg führte ihn über den dualen Bachelorstudiengang Maschinenbau an der Ostfalia Hochschule, den er von 2014 bis 2018 absolvierte, zum Masterstudium Maschinenbau an der TU Clausthal von 2018 bis 2020. Anschließend promovierte er in der Arbeitsgruppe Festkörpermechanik von Prof. Stefan Hartmann am Institut für Technische Mechanik.
Seine wissenschaftlichen Leistungen wurden bereits 2022 durch eine Auszeichnung der Ingenieurkammer Niedersachsen gewürdigt. Die Finalteilnahme an der Melosh Medal Competition und die Aufnahme in das Fellowship-Programm der ETH Zürich markieren nun zwei weitere wichtige Meilensteine seiner Karriere.
Das Institut für Technische Mechanik gratuliert Jendrik-Alexander Tröger herzlich zu diesen Erfolgen und wünscht ihm für seine Forschung an der ETH Zürich weiterhin viel Erfolg!