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Die „Hürde“ Technische Mechanik

Die Technische Mechanik vermittelt erstmals im Ingenieurstudium eine Verbindung von Mathematik und Prozessen der Physik mit technischem Hintergrund. Wir als Ingenieure müssen die Wirklichkeit mit Gleichungen abbilden, damit, zum Beispiel das Bauteilverhalten, prognostiziert werden kann. Diese Verbindung führt bei einigen Studenten zu Schwierigkeiten, da entweder die Grundkenntnisse der Schulmathematik fehlen (hierzu werden Vorkurse angeboten) oder die Interpretation der hergeleiteten Gleichungen, die dann physikalische Bedeutung haben, ein Abstraktionsvermögen erfordern. Zudem gibt es über die Schulmathematik hinausgehende, notwendige mathematische Hilfsmittel (z.B. Vektorrechnung, Herleitung und Lösung von gewöhnlichen Differentialgleichungen, Matrizenrechnung), die aber alle bereitgestellt werden.

Die Mechanik ist axiomatisch aufgebaut, d.h. bis auf ganz wenige Grundgleichungen leiten sich alle weiteren Beziehungen daraus ab. In diesem Sinne sind die Vorlesungen klar gegliedert und die Beziehungen fallen nicht vom Himmel. Dies ist anders bei erfahrungsbasierten Vorlesungen, bei denen es mehr um die Übernahme der Erfahrungen und deren Anwendung in der täglichen Praxis geht.
Ihre Arbeitseinstellung entscheidet darüber, ob die Technische Mechanik für Sie eine Hürde darstellt. Wir erwarten, dass Sie sich mit der Thematik beschäftigen, d.h. dass Sie sich auch mit der Herleitung von Gleichungen auseinandersetzen, die für das Grundverständnis notwendig sind. Leider zeigt es sich,  dass man eher dazu geneigt ist, Gleichungen auswendig zu lernen. Bloßes Einprägen von Gleichungen ist jedoch nicht sinnvoll, weil der Ingenieur bei neuen Problemstellungen, und die hat er in seinem Arbeitsleben täglich, ein Verständnis der Gleichungen benötigt. Fragen wie z.B. „Wo darf ich diese überhaupt anwenden? Kann ich mir für neue Fragestellungen neue mathematische Beziehungen herleiten?“, sollten keine Schwierigkeiten bereiten.

Und hier kommen wir auf das eigentliche Problem. Sie sind jetzt im Studium. Studium heißt:"Das wissenschaftliche Lernen und Forschen an Hochschulen" (lateinisch: studere: „(nach etwas) streben, sich (um etwas) bemühen“). Dies impliziert, sich mit der Thematik intensiv zu beschäftigen, Literatur zu beschaffen und zu lesen, Aufgaben zu lösen, Fragen mit den Kommilitonen oder den Lehrenden zu erörtern und gemeinsam zu beantworten. Und dies heißt sich bemühen. Leichter geht es, wenn Sie sich gegenseitig motivieren.

Wir können Ihnen dabei helfen und wünschen Ihnen viel Erfolg

 

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